Teilen statt Shoppen: Shareconomy als Lifestyle-Trend

August 14, 2013 in Lifestyle von lotte

Teilen – was bislang in der neuen Shopping- und Lifestyle-Generation eher für die sozialen Netzwerke, wie Facebook und Co. galt, ist nun auch im Konsum angelangt. Viele Menschen entdecken das Teilen auch hinsichtlich des Konsums von Waren und Dienstleistungen für sich. Unter dem Begriff Shareconomy verstärkt sich in unserer Spaß- und Konsumgesellschaft der Trend zum Teilen anstatt Kaufen.

„Sharing is Caring“ – mehr als eine utopische Theorie von Weltverbesserern

Der Anspruch ohne Geld bzw. mit so wenig Geld, wie möglich zu leben, ist schon längst kein Hauptgedanke alternativer Lebensformen mehr. Er ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dies bestätigt auch eine Untersuchung des Friendsurance-Internetportals, welches sich als Bestandteil der gesellschaftlichen Sharing-Entwicklung sieht. Durch die Vernetzung einzelner, privater Versicherungskunden erreicht die innovative Website Vertragsabschlüsse mit Versicherungsunternehmen, bei denen alle Beteiligten gewinnen. Die Versicherer profitieren durch eine höhere Kundenzahl und die Versicherungsnehmer durch vergünstigte Beiträge aufgrund von Gruppen- bzw. Mengenrabatten.

Die aktuelle Shareconomy-Landschaft in Deutschland

Die Shareconomy in Deutschland besteht derzeit schon in den unterschiedlichsten Branchen und wird hauptsächlich online organisiert. Sie umfasst in erster Linie sieben Wirtschafts- bzw. Handelsbereiche:

1. Gegenstände und Güter (Verleih- und Verschenkbörsen)

Auf Kleinanzeigenportalen unter der entsprechenden Kategorie oder konkreten Verleih- und Verschenk-Onlinebörsen können Verbraucher Gegenstände, wie Elektrogeräte, Möbel oder Kleidung, sowie Nachbarschaftshilfe kostenfrei anbieten oder in Anspruch nehmen. Zu diesen gehören beispielsweise: www.wir.de oder www.quoka.de. Wer ungern virtuell gratis einkauft, der kann in sogenannten Umsonstläden shoppen. Diese gibt es jedoch oft nur in größeren Städten. Offene Bücher-, Kleider- und Kühlschränke gehören ebenfalls zu diesem Verschenk-Konzept.

2. Tauschen statt Bezahlen (Tauschbörsen)

Sie möchten Dienstleistungen und Gegenstände gegen andere tauschen? Auf den folgenden Internetportalen ist dies unkompliziert möglich: www.netcycler.de, www.kleiderkreisel.de oder www.hitflip.de. Zusätzlich gibt es in fast jeder Stadt bzw. Gemeinde regionale Tauschcommunities und -ringe, die hauptsächlich Dienstleistungen untereinander tauschen.

3. Wohnraum teilen

Kostenfrei oder vergünstigt übernachten und wohnen – auch das gehört zum populären Sharing-Gedanken und wird ebenfalls häufig virtuell über verschiedene Websites organisiert: Zu diesen zählen beispielsweise: www.9flats.com oder www.couchsurfin.de. Angesicht des starken Wohnungsmangels in Universitätsstädten bieten sogar Kommunen entsprechende Sharing-Konzepte, wie „Gratis-Wohnen für Studenten gegen Hilfe für ältere Menschen“ an.

4. Carsharing und Co.

Morgens auf dem Weg zur Arbeit und abends zurück nach Hause. Und dazwischen? Dazwischen steht das eigene Auto oftmals ungenutzt bei Wind und Wetter auf dem Firmenparkplatz. So oder ähnlich lässt sich die Nutzungsstatistik der meisten Automobile in Deutschland beschreiben. Um Autos effizienter zu nutzen und auch der nervigen Parkplatzsuche aus dem Weg zu gehen, ist Carsharing ein überaus interessanter Ansatz, um die Vorteile eines Automobils flexibel nutzen und dessen Nachteile, wie hohe Fixkosten, umgehen zu können. Entsprechende Angebote bieten: www.car2go.de oder www.drivenow.de.

Für die geteilte Mobilität jenseits des individuellen PKW- und LKW-Verkehrs bieten www.callabike.de, www.mitfahrgelegenheit.de oder Fern- und Nahverkehr-Tickettauschbörsen Ihre Dienste an.

5. Rund um die lieben Kleinen

Ob www.kinderfee.de oder www.kinderado.de – auch für Kinder greift der Sharing-Gedanke wirkungsvoll online und in kinderleichter Art und Weise um sich.

6. Gemeinsam besser Arbeiten: Coworking Projekte

Ähnlich wie das ungenutzte Auto, lassen sich auch nicht ausgelastete Büros hervorragend teilen. Wie das genau funktionieren kann, zeigen unter anderem die Internetportale und Coworking-Anbieter www.betahaus.de und www.coworking.de. Neben den Räumlichkeiten, lassen sich im Coworking Bereich auch Technik sowie Personaldienstleistungen (Telefonische Vermittlung oder Empfangstätigkeiten) teilen.

7. Mit der Shareconomy Geld sparen: Finanzen und Versicherung

Neben www.friendsurance.de, einem kostenfreien Versicherungsvermittlungsportal, eröffnen die Privatkreditvermittler www.auxmoney.de und www.smava.de lukrative finanzielle Angebote mit Sharing-Charakter.

Schon angesichts der Vielfalt der aktuellen Sharing-Möglichkeiten zeigt sich, dass es sich beim dem Shareconomy Lifestyle Trend um einen der interessantesten Konsumtrends unserer Zeit handelt, der nicht nur für überaus spannende Entwicklungen beim Thema Shopping führen wird.