Fashionworld in Krefeld erfüllt die Hoffnungen

September 19, 2013 in Allgemein von lotte

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„Dome“-Konzept aufgegeben

Die vergangene Fashionworld in Krefeld sollte mit dem „Dome“-Konzept überzeugen. Den Begriff kennen Sie möglicherweise eher von einer gleichnamigen Konzertreihe des Senders RTL 2 als aus der Welt der Mode. Gemeint ist mit der Idee eigentlich nichts anderes als die Shows in Zelten (den „Domes“) stattfinden zu lassen. Vor einem Jahr klopfte man sich ob dieser Idee in Krefeld zufrieden auf die Schulter, hatte man doch zugleich auch noch eine Lösung dafür gefunden, was passieren sollte, wenn es regnet. Die Fashionworld verlor allerdings ihren Charakter als Straßenevent. Sie konnte nicht mehr spontan vorübergehende Besucher ansprechen, entsprechend gering fiel der Zuspruch aus.

Bühne statt Zelte

Im zweiten Jahr überdachten die Organisatoren deshalb die Idee und verwarfen die Zelte. Stattdessen wurden fünf Bühnen (offiziell: „Themenwelten“) im Bereich der Innenstadt aufgestellt, welche auch nur zufällig vorbei schlendernde Schaulustige anlocken sollten. Der Wettergott stellte deren Lust auf Mode und Fashion allerdings auf eine harte Probe und bescherte dem gesamten Event schlechtes Wetter. Die Krefelder ließen sich davon aber nicht abschrecken: 100.000 sollen es gewesen sein, die das Event besuchten.

Der offizielle Höhepunkt der Fashionworld

Auf der Fashionworld stellten vor allem kleinere Labels ihre Kreationen vor. Im Mittelpunkt standen dabei elegante Abendkleider für die Dame und lässig Freizeitkleidung für die Herren. Offizieller Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der German Lifestyle Awards. Prominentester Preisträger war der Designer Thomas Rath (Bekannt als Juror aus „Germany’s Next Top Model), der gemeinsam mit seinem Ehemann Sandro die „Goldene Seidenschleife“ in der Kategorie Mode & Marketing gewinnen konnte und diese gemeinsam mit seinem Ehemann Sandro in Empfang nahm.

Der inoffizielle Höhepunkt: Moderatorin Désirée Nick

Durch die Fashionworld durfte die Schauspielerin Désirée Nick führen, die Ihnen möglicherweise noch durch ihre unvergesslichen Auftritte im „Dschungelcamp“ im Gedächtnis bleiben konnte. Die Moderatorin überraschte positiv und wurde schnell zum inoffiziellen Höhepunkt der Veranstaltung. Sie führte mit viel Charme und Witz durch die Fashionworld. Dabei merkte man ihr an, dass ihr diese Aufgabe selbst sichtlich Freude bereitete. Zudem setzte sie nach der Meinung der meisten Besucher auch den modischen Höhepunkt und stellte viele der Models in den Schatten: Nick trug ein hautenges Leo-Strickkleid und erntete damit mehr als nur ein anerkennendes Nicken.

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Gelungene Imagepflege: Die dritte Ausgabe der Fashionworld scheint sicher

Größtenteils bezahlt hat die ganze Veranstaltung die Stadt Krefeld. Die Haushaltslage der Städte in Nordrhein-Westfalen ist kein Geheimnis, entsprechend groß war der Erfolgsdruck. Dennoch, ein Fehlschlag hätte wohl das Aus des Events bedeutet. Doch die Stadt hat inzwischen den Daumen gehoben. Man sei zufrieden, erklärte Ulrich Cloos in seiner Rolle als Leiter Fachbereich Marketing und Stadtentwicklung. Krefeld sei „rappelvoll“ gewesen. Überall habe eine „positive, entspannte Stimmung“ geherrscht. Die Veranstaltung sei deshalb gelungene Imagepflege gewesen und habe es geschafft, die Mannschaft wieder einmal in die Innenstadt zu locken. Das ganze Event sei deshalb „ein wichtiger und zukunftsweisender Impuls – für Krefeld und den Einzelhandel.“

Im zweiten Anlauf setzte die Fashionworld bewusst auf „Qualität statt auf Quantität“ mit den nur fünf Bühnen, um die Besucher tatsächlich auch überzeugen zu können. Obwohl die Rechnung aufging, könnte es bei der Ausgabe des kommenden Jahres eine Abkehr von dieser Ausrichtung geben. Die Stadt wünscht sich, dass sich mehr Branchen beteiligen sollen. Auch die Einzelhändler, für welche die Veranstaltung im Prinzip als kostenlose Werbelokomotive gedacht ist, sollen die Chance erhalten, sich zu beteiligen. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass das Beispiel Krefelds auch für andere deutsche Städte ein Signal ist: Mode auf der Straße – das funktioniert!